(SSp) - Google sammelt und digitalisiert alles, was es kriegen kann. Fotos (Picasa), Nachrichten (News), Videos (Youtube), Blogs (Blogger), die Welt (Maps und Earth), das Weltall (Sky), Bibliotheken (Books), Menschen (Orkut, Groups), Mails (Gmail) und und und…
Ein Blick in die Unternehmensphilosophie des Suchriesen zeigt, was den Nimmersatt antreibt:
7. Es gibt immer noch mehr Informationen.
Kein Wunder also, dass ab sofort jeder einzelne von uns aufgerufen ist, sein Wissen für Google und die Welt herauszugeben. Seit heute ist Googles neuester Sprössling “Knol” für die Allgemeinheit zugänglich.
“The web contains vast amounts of information, but not everything worth knowing is on the web. An enormous amount of information resides in people’s heads: millions of people know useful things and billions more could benefit from that knowledge. Knol will encourage these people to contribute their knowledge online and make it accessible to everyone.” (Official Google Blog)
Also: Das Wissen im Web reicht nicht - es möge bitte jeder in sich gegen und sein Hirn einmal kräftig ausquetschen. Das Ergebnis dann bitte bei Knol veröffentlichen - zunächst mal kostenlos, aber nicht umsonst. Denn Milliarden von Menschen werden von unserem verborgenen Wissen profitieren.
Ein Blick auf Knol zeigt dann aber, wie trivial es dann doch zugeht.
- Wie mache ich eine gute Rucksacktour?
- Wie repariere ich mein kaputtes Klo? (mit tollen Fotos)
- Was tun bei Zahnschmerzen und vielen weiteren Krankheiten?
Um die Qualität der Beiträge zu sichern, basiert Knol auf einem Experten-Team. Der Autor oder die Autoren-Gruppe wird namentlich genannt. Das Thema wird von dieser Person oder Personengruppe betreut, Leser können Vorschläge einbringen und sich über Anregungen und Diskussionen einbringen. Erinnert mich irgendwie an Wikipedia…
Und am Ende läuft doch wieder alles das einzige Geschäftsmodell hinaus, das bei Google wirklich funktioniert: Jeder Autor kann entscheiden, ob zu seinem Thema passende Adsense-Anzeigen geschaltet werden. Stimmt er zu, wird er an den Umsätzen beteiligt:
“At the discretion of the author, a knol may include ads from our AdSense program. If an author chooses to include ads, Google will provide the author with a revenue share from the proceeds of those ad placements.”
Die Masse der Autoren wird also sicher nicht reich werden an diesem Modell. Die Masse der Autoren wird Google aber eine Masse an Werbe-Einblendungen und bezahlten Klicks bringen. Auf Google-Deutsch heißt das dann:
6. Sie können Umsätze erzielen, ohne jemandem damit zu schaden.
Na dann!





1 Kommentar
23. Juli 2008 um 23:36
Google ist halt einfach das freundliche Monster von nebenan…
Eine Antwort hinterlassen