(SSp) - Seit gestern ist es raus, Google startet das neue Tool “Google Ad Planner“. Alle, die sich mit Online-Werbeplanung beschäftigen, werdensollten das Tool lieben. Denn es liefert für beliebige Webseiten genaue Informationen über Zugriffszahlen, Zielgruppen und deren demographische Daten (u.a. Geschlecht, Alter, Haushaltseinkommen) sowie auch weitere, durch die Zielgruppen stark frequentierte Seiten.
Nun ist die große Frage, woher Google diese Informationen nimmt?
Google Analytics? Vielleicht, aber nicht ausschließlich, immerhin nutzen nicht alle Websites das kostenlose Tool. Der Verdacht liegt nahe, dass Google auch über seine weit verbreitete Toolbar Nutzungsdaten erhebt und für den neuen Service verarbeitet. Wie vielen Usern ist wohl bewusst, welch wertvolle Daten sie da an Google liefern (könnten)?
In jeden Fall dürfte der User (mal wieder) selbst dafür verantwortlich sein, dass er maßgeschneiderte Werbung gezeigt bekommt. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein Feind von “Ad targeting”. Wenn ich schon Werbung ertragen muss, dann soll sie wenigstens zu mir passen. Aber wie viele Nutzer kennen nicht den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung?
Google selbst wollte die Quellen übrigens erst einmal nicht preisgeben und bezeichnet das Thema als “secret sauce”.
Mitbewerber wie Comscore und Nielsen Online, die ähnliche Daten kostenpflichtig anbieten, dürfen sich unterdessen wärmer anziehen. Wie so oft ist auch dieser Google-Service kostenlos. Und das wird dazu führen, das Mediaplaner das neue Tool zumindest einem Test unterziehen werden.





1 Kommentar
24. Juli 2008 um 22:42
[...] viele bisher scheinbar übersehen, dieses Tool gewährt mir sehr direkten Zugriff auf die Trafficdaten aller meiner Mitbewerber. Bisher boten ähnliches nur kostenpflichtige Anbieter wie Comscore oder Nielsen Online. Woher [...]
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