(AH) - …und sagt das auch laut heute auf dem “World Editor Forum” der World Association of Newspapers in Goteburg. Nikesh Arora, VP Google UK, stellt in den Raum, dass sich Offline-Modelle und Offline-Verhalten von Konsumenten einfach ins Internet verschoben haben. Wörtlich sagt er:
Business models on the web are going to be no different from the models you have in publishing today. (…) How do you create that unique content which is going to create monetisation? You are going to have to build a bigger audience to achieve that level of monetisation.
Dass es damit getan ist, die Inhalte kostenpflichtig ins Netz zu stellen und dann ein möglichst großes Publikum darum zu scharen wage ich zu bezweifeln. Nicht einmal die New York Times war mit Ihrem TimesSelect-Paid-Content Programm glücklich und ließ es wieder fallen. Was dann erst ein lokaler Verleger dazu sagt, der einfach kein unendlich großes Einzugsgebiet für seine Inhalte hat…?
Aber er klärt den Standpunkt sofort auf:
We see ourselves as ensuring people’s access to information and content. We are not in the business of creating content.
Er sieht sich also dafür zuständig die “Entdeckbarkeit” der Inhalte zu gewährleisten und nicht die Inhalte zu erstellen. Ist ja auch klar die einfachere, skalierbarere und profitablere Aufgabe. Mutig finde ich, dass er es sich traut das in einem Raum mit so vielen Verlegern, Redakteuren und leitenden Angestellten der Medienindustrie zu sagen. Dafür habe ich auf jeden Fall mehr Respekt als vor dieser trivialen, egoistischen und vor allem falschen Aussage. Denn: Die Online-Geschäftsmodelle sind de facto anders als die auf Papier.





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