21. Mai 2008...10:33

GeoNews II: Jetzt gibt Google richtig Gas

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(SSp) - Schon öfter habe ich mich gefragt, warum Google seine vielen Dienste nicht besser/sinnvoller miteinander verknüpft. Aus GoogleGroups, GTalk und GoogleDocs entstünde so zum Beispiel ein wunderbares Projektmanagement-Tool, das ich sofort nutzen würde. So sind die einzelnen Dienste zwar ebenfalls durchaus brauchbar, aber sinnvoll kombiniert wären sie viel mehr wert.

Und nun zur eigentlichen Nachricht des Tages:

Google News jetzt offiziell in Google Earth integriert

meldet der GoogleWatchBlog. Wer in seinem GoogleEarth (also der Download-Version, nicht zu verwechseln mit GoogleMaps online) den neuen GoogleNews-Layer hinzufügt, kann sich (bislang nur) US-Nachrichten aus GoogleNews auf den Karten anzeigen lassen.

Die News werden als so genannte Placemarks in den Karten angezeigt. Während hierzulande noch wenige News erscheinen (wie gesagt, erstmal gibt es nur US-Nachrichten), ist die Karte in den USA “vollgepflastert”. Und spätestens, wenn irgendwann auch die deutschen GoogleNews integriert werden, dürfte auch die Deutschlandkarte hoffnungslos überladen sein.

Der GoogleWatchBlog kommt deshalb zu einem in meinen Augen sehr zweifelhaften Fazit:

“Jetzt haben wir aber 4.500 Quellen gleichzeitig auf der Karte und die News dürften somit nie wieder ausgehen.”

Ist nicht genau das Gegenteil unser Problem? Also die Überflutung mit Informationen und nicht der Mangel daran? Wer kann ein Interesse daran haben, die Karte vor lauter News nicht mehr zu sehen?

Turi2 hingegen weist auf ein Problem hin, das tatsächlich zu einem solchen heranwachsen könnte:

“Und mit seinen Textanzeigen sackt Google womöglich irgendwann jenes Geld ein, das heute noch für Printanzeigen in der Lokalzeitung an die Verleger geht.”

Das Google die Verlage in diesem Bereich angreift ist jedem Klar, der die Berichte der letzten Tage hier im Blog aufmerksam verfolgt hat.

Doch Google kann nur gewinnen, wenn die Zeitungen ihre lokalen Nachrichten auch an GoogleNews liefern bzw. diese zur Verfügung stellen. Das erhöht zwar unter Umständen die Zugriffszahlen und damit die Werbe-Umsätze der Zeitungen, hilft Google aber auf der anderen Seite aber enorm bei der Vermarktung lokaler Anzeigen über die eigenen Plattformen wie GoogleNews und nun eben auch GoogleEarth.

1 Kommentar

  • Ich frage mich halt: Will ich so Nachrichten konsumieren? Hab ich ja schon in meinem letzten Post geschrieben, dass “location” nur einer von vielen Aufhängern ist und die “klassische” Artikeldarstellung mit Bild und Teaser in einem bestimmten Ressort mehr Entscheidungsgrundlage geben als nur eine Karte. Also ich seh da jetzt weder eine große Gefahr noch große Zukunft. Übrigens: NYT-Artikel gibt es schon seit geraumer Zeit auf GoogleEarth auf Englisch (USA).

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