2. Mai 2008...17:33

Lokale Online-Werbung in USA

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(AH) - Mal gute Nachrichten für und von den amerikanischen Verlegern. Ihre Homepages funktionieren einigermaßen. Zumindest sind sie die am besten laufenden lokalen Online-Angebote. Nach einer Studie des Beratungshauses Borrell Associates gehen 27% der lokalen Anzeigen-Dollar an die Zeitungs-Webseiten. Das sind über das Land und die Zeitungen hinweg kumuliert immerhin zwei Milliarden US-Dollar. Nicht schlecht. Lokal schafft keiner mehr. Und das Beste: 59% der Werbekunden werben NUR online; sind also neue Kunden, die für das Print-Produkt nicht zu gewinnen waren.

Und auch national sieht es gut aus; 1,1 Milliarden Dollar wurden den Zeitungen hier zugespielt. Das bestätigt klar meine Meinung aus dem vorhergehenden Artikel, in dem vorhergesagt wurde, dass Zeitungen in zehn Jahren nur minimal online an den Werbeumsätzen beteiligt sein werden.

Aber von nichts kommt nichts: Daher haben die us-amerikanischen Zeitungen seit 2005 die Online-Verkaufsteams auf insgesamt 3,800 Mitarbeiter verdoppelt. Die sind den Online-Angeboten verschrieben und verkaufen diese exklusiv oder in Kombination mit anderen Medien. Heftig ist diese Erkenntnis (frei übersetzt):

Zeitungs-Webseiten, die mindestens eine Verkaufsperson nur für Online-Werbung abgestellt haben, hatten im Durchschnitt 87% mehr Online-Umsätze als Verlage, die auf Print-Leuten im Online-Verkauf bauen.

Das ist dramatisch; steckt doch so viel Potential in den existierenden Mitarbeitern. Würde da nur mal jemand den Schlüssel umdrehen und durchstarten…

Weitere Ausführungen und Gedanken auf Englisch gibt es im MediaPost Research Brief.

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